Die meisten Personen, die Informationen über Cloud Computing suchen, sind anschließend entweder noch neugieriger oder ganz verwirrt über den ganzen Hype, den dieses Thema ausübt. Warum ist Cloud Computing ein solcher Impulsgeber? Und wie funktioniert es eigentlich wirklich? Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über Cloud Computing!

Was macht die Cloud so mysteriös?

Ehrlich gesagt steht nichts sanftes oder flauschiges in Zusammenhang mit der Cloud Computing Technologie. All diese Verwirrung über die Cloud (deutsch= Wolke) lässt sich teilweise auf das Wolkensymbol zurückführen, das für grafische Darstellungen und Tabellen verwendet wird. Ursprünglich wurde dieses Wolkensymbol für Telefon-Schemata genutzt, um irrelevante Inhalte vom Ganzen zu verbergen. Anschließend wurde das Symbol jedoch immer mehr im Internet verwendet, um EDV-Schaubilder darzustellen. Das zugrunde liegende Konzept des Cloud Computing lässt sich auf das Jahr 1950 zurückverfolgen, doch wirklich bekannt wurde es erst im Jahr 2006 durch Amazon.com. 

Cloud Computing erzeugt immer mehr Eigendynamik, aber trotzdem ist doch noch nicht zu 100% deutlich, was es tatsächlich ist. Einfach erklärt ist Cloud Computing eine physische Form einer Hardware (Server, Speicher, Netzwerk), die in Ergänzung zur Software auch zum Internet verknüpft ist. Anstelle jeglicher Hardware und Software, die von oder innerhalb Ihres Unternehmens genutzt wird, stellt eine andere Firma diese als Service bereit. Auf diesen Service kann in den meisten Fällen problemlos über das Internet zugegriffen werden. Es ist folglich für den Benutzer ganz egal wie die Software funktioniert und wo sie lokalisiert ist. Warum sollten Sie direkt eine ganze Kuh kaufen, wenn Sie nur eine Flasche Milch möchten?

Eigentlich einfach, oder?

Es kann jedoch nicht über Cloud Computing gesprochen werden, ohne die meist verwendeten Begriffe zu erwähnen: Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS). Hier geht es schon mehr in den technischen Bereich über und es wird zugegebenermaßen komplexer und verwirrender. Der grundlegende Unterschied zwischen den drei Begriffen liegt darin, inwiefern der Anbieter, bzw. der Kunde in den Cloud Service involviert ist und diesen verwaltet.

Cloud + Marketing = <3

Es lässt sich nicht leugnen, dass Cloud Computing die Arbeitsweise vieler Industrien revolutioniert hat. Beispielsweise wie die unruhestiftenden Unternehmen AirBnB oder Uber, die beide enormen Einfluss auf die Hotel- und Transportbranchen ausüben. Viele Unternehmensfunktionen haben sich mit der Einführung der Cloud weiterentwickelt - ganz besonders der gesamte Marketingsektor. 

Marketing Automation & Inbound Marketing: Der Begriff des digitalen Marketings ist schon seit längerer Zeit im Umlauf. Trotz vieler begleitender Vorteile beinhaltet der Prozess immer noch einige zeitintensive Aufgaben. Marketing Automation ist ein cloud-basierter Service, der erheblich die Zeit, die Marketers in Routineaufgaben stecken, reduziert und die Präzision und Optimierung von Marketingressourcen fokussiert. Zwei der führenden Marketing Automation Services sind Eloqua und Marketo. Während traditionelles Marketing immer Outbound Marketing war - Werbung, Messen, Kaltakquise, etc. - ermöglicht Cloud Computing nun auch Inbound Marketing den Durchbruch. Bloggen, Video-Schulungen, Social Media Marketing sowie eBooks sind alles Beispiele für Inbound Marketingtechniken, die alle mithilfe von cloud-basierten Tools umgesetzt werden. Hubspot ist ein cloud-hosted Service, der die Kategorie des Inbound Marketings definiert hat. 

Analysen: Es mag einige Zeit her sein, doch einst mussten alle Webseitenbesucher manuell mithilfe von Server-Protokolldateien importiert werden. Innerhalb der letzten Jahre haben cloud-basierte Analyse-Services die Notwendigkeit von Host-Lösungen beinahe abgeschafft. Google Analytics ist der wohl bekannteste Service, wenn es darum geht, Webseitenleads zu verfolgen. Service wie Omniture und Adobe Marketing Cloud sind ebenfalls besonders bei B2B- und B2C-Unternehmen beliebt.

Cloud ERP und CRM: Früher war die Implementierung von Enterprise Resource Planning (ERP) ein sehr kostspieliger Prozess, welcher allein von Fortune-500-Unternehmen eingesetzt wurde. Dabei waren die hohen Preise durchaus keine Garantie für eine erfolgreiche Umsetzung. Die Cloud brachte ERP an die Masse, sodass heutzutage Unternehmen aller Größen immer mehr auf ERP-Systeme schwören, um die Effizienz ihrer Systeme zu steigern. Customer Relationship Management (CRM) ist das Vertriebsmodul des ERPs und wird von großen Namen wie Salesforce angeführt. Anbieter von Cloud ERP, wie NetSuite und Epicor nehmen zudem große Marktanteile ein. 

Customer Success Management: Aufgrund des großen Erfolgs und wiederkehrender Umsätze von SaaS-Modellen sind Anbieter aufgefordert, die Implementierung der Lösung so schnell wie möglich zu maximieren, während gleichzeitig garantiert wird, dass die Kunden Schritt für Schritt dem Kundenzyklus folgen. Mithilfe von cloud-basierten Tools, wie Gainsight, Todtango und Bluenose können Marketers das verborgene Potential von Kundendaten nutzen, um proaktiv Risikokunden zu identifizieren und zur gleichen Zeit den Wert des Lebenszyklus von bestehenden Kunden zu pflegen und stärken. 

Cloud Technologie wie versprochen liefern 

Ein Cloud Service ist mehr, als das simple Umsetzen eines Versprechens von revolutionierter EDV. Die größten Vorteile laut Unternehmen sind die (IT-)Kostenminderung sowie die Steigerung der Flexibilität und Schnelligkeit. 

Die Cloud eröffnet Marketingangestellten zudem außergewöhnliche, neue Möglichkeiten. Betrachten Sie nur das Internet der Dinge. Das Internet der Dinge is ein fast grenzenloses Netzwerk von drahtlos verbundenen Geräten - von Smartphones und Laptops über Herzmonitoren, Heizsystemen, als auch lebenden Individuen (Tiere und Menschen können mithilfe von transplantierten Biochips drahtlos vernetzt werden). In nicht allzu entfernter Zukunft werden wir in der Lage sein, alles mit dem Internet der Dinge zu managen - Haushaltsgeräte, unsere CO2-Bilanz, Transportsysteme, Fabriken sowie die Entdeckung neuer Räume. Dies eröffnet enorme Möglichkeiten für Marketers.

Kevin Ashton fasste die wahrhaft grenzenlosen Möglichkeiten in einem Artikel aus dem Jahr 2009 wie folgt zusammen: 

“Wenn Computer alles über Dinge wissen würden - mithilfe der Daten, die sie ohne menschliche Hilfe sammeln konnten - könnten wir alles nachverfolgen und Verschwendung, Verlust und Kosten reduzieren […] Das Internet der Dinge könnte die Welt genauso verändern, wie es das Internet tat. Vielleicht sogar noch mehr.”

Was steht uns also bevor?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Cloud Technologie weiterhin Veränderungen sowie eine gesunde Konkurrenz antreiben wird. Jetzt, wo selbst leicht mit der Zeit zurückgebliebene Unternehmen sich ihren Befürchtungen und ihrem Misstrauen gegenüber signifikanten Cloud-Projekten und -Plattformen stellen, kann Cloud Computing als Mainstream-Technologie betrachtet werden. Und wenn wir ehrlich sind, ist Cloud Computing definitiv ein Impulsgeber. Die Cloud ist nicht mehr nur für Technikfreaks gedacht. Den nächsten Schritt in der Entwicklung des Cloud Computings zu verstehen, ist essentiell für Unternehmen aller Level. Marketers lassen sich auf die realen Möglichkeiten der Cloud ein, um neue Businessmodelle zu entwickeln, engere Kundenbeziehungen zu schaffen und von dem Fachwissen der Kunden und Partner zu profitieren. Die Cloud hat sich von einer Effizienz fördernden und kostenreduzierenden Technologie zu einer innovativen, treibenden Kraft entwickelt. Sind Sie auch schon gespannt, was auf uns zukommen wird?