Aus der Fusion der zwei Stahlgesellschaften Thyssen und Krupp entstand im Jahr 1997 die Thyssen Krupp AG, das heutzutage größte Stahl- und Technologieunternehmen Deutschlands. Thyssen Krupp zählt weltweit mehr als 155.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 42.000 Mio. € (Stand 2014/2015).

Wirft man jedoch einen Blick hinter die Kulissen, erkennt man, dass sich der Industriekonzern in den vergangenen Jahren mit einer existenzbedrohenden Krise sowie Fehlbeiträgen auseinandersetzen musste. Die aktuelle Entwicklung ist jedoch positiv: Der operative Gewinn des Industriekonzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um gut ein Viertel auf knapp 1,7 Milliarden Euro, was vor allem auf Einsparungen in Millionenhöhe zurückzuführen ist.

„Wir sind an einem Wendepunkt“, stellte CEO Heinrich Hiesinge klar. Die letzten Jahre hätten den Industriekonzern stark geprägt und zu einer nachhaltigen Veränderung geführt. Der Stahlproduzent sei jetzt „diversifizierter und damit stabiler geworden“.

Neues Gesicht für ein traditionelles Unternehmen

Was symbolisiert am besten einen Neuanfang für ein Unternehmen? Genau, ein ganz neuer Markenauftritt! Nach gut 18 Jahren soll die Fusion der beiden Stahlgesellschaften von Thyssen und Krupp zum 1. September 1997 nicht nur optisch eins werden, sondern durch das Markenversprechen nun die Kunden in den Mittelpunkt stellen.

Die rund 500 zum Unternehmen gehörenden Gesellschaften sowie die 180 nebeneinander existierenden Markenauftritte sollen durch eine Dachmarke abgelöst werden. Ziel ist es, ein einheitliches und positives Bild bei den Kunden und Mitarbeitern zu etablieren.

Das neue Erscheinungsbild

Optisch spiegelt sich Thyssen Krupps Rebranding-Prozess in einem neuen Markennamen, neuem Logo, neuen Farben sowie einem neuem Claim wider.

Der Firmenname „Thyssen Krupp“ ist ab jetzt Vergangenheit, denn dieser wurde durch ein Wort in Kleinbuchstaben ersetzt: thyssenkrupp. Nach 18 Jahren ist auch hier endlich eine Einheit zu erkennen. Diese Entwicklung macht sich darüber hinaus in dem neuen Firmenlogo bemerkbar: Der wuchtige Stahlbogen der ehemaligen Thyssen AG fügt sich jetzt erstmals in die drei Krupp Ringe ein. Zudem ist der Blauton nicht länger „preußisch-blau“  sondern ein modernes „electric-blue“.

Die Meinungen bezüglich des Rebrandings sind bei Designern gespalten. Während viele die „Simplicity” und das „Flat"-Logodesign loben, gibt es auch kritische Stimmen wie von Knut Maierhofer,  Managing Partner von KMS Team. Er bezeichnet das neue Design als "gefällig, Mainstream, airbnb-mäßig und kraftlos".

Grafik Evolution Thyssen und Krupp

Quelle: https://picturepool.thyssenkrupp.info/pages/search.php?search=%21collection7806&k=3154ba6bdf

Der Charakter

Das Herzstück von thyssenkrupps Rebranding: Ein neues und einheitliches Markenversprechen! Einhergehend damit wurde der neue Claim „engineering. tomorrow. together.“ geschaffen, welcher in nur „drei Worten beschreibt, wer wir sind, was wir machen und wie wir es tun”. Das neue Markenversprechen legt deutlichen Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kunden mit dem Ziel, einen Mehrwert für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu schaffen.

„Der neue Markenauftritt bedeutet nicht, dass wir am Ziel der Transformation angekommen sind. Aber er soll unserem Veränderungsprozess nach innen und außen einen weiteren Schub geben“, sagte Hiesinger und erntet damit viel Zustimmung der Öffentlichkeit. Doch auch hier gibt es negative Äußerungen wie beispielsweise von Jens Grefen, Creative Director bei Interbrand: „Ein optimiertes Wort-Bild-Zeichen, eine starke Farbe zur Differenzierung und ein generisches Layout machen noch kein modernes Markenerlebnis".

In Anbetracht von Krisenzeiten und finanzieller Abgeschlagenheit verzichtet tyssenkrupp auf eine millionenschwere Werbekampagne und führt das Rebranding somit Schritt für Schritt durch.

Es bleibt daher abzuwarten, wie sich thyssenkrupp in Zukunft positioniert und ob das Rebranding auch die erwünschten Früchte trägt!

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